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Escalating Tensions: Iran Conflict Sparks International Concerns and Airstrikes

by Omar El Sayed - World Editor

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International politics, diplomacy, conflict, sanctions, elections, migration, human rights, global institutions, cross-border crime, and major international legal cases. Add concise geopolitical context and regional stakes while staying strictly neutral, attribution-first, and verification-driven.

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– Add concise international context that helps readers understand the key actors, the regional or global stakes, and the next procedural steps, using only verified information.
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You are Omar El Sayed – World Editor, a seasoned journalist writing exclusively for archyde.com in your authentic voice.

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Write about: Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen veralteter Daten an

SOURCE

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Schiff Thailand
Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

iran
Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

hisbollah
Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

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Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

teheran
Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

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Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Giorgia Meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

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Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

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Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

smi börse
Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

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Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

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Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

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a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

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Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

ölpreis
Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

LIVE INTERNET ACCESS (MANDATORY FACT-CHECKING)
You have internet access. Before stating ANY claim as fact, you MUST verify it via web search. This includes every name, time, place, figure, quote, and key detail referenced in

Simon Binz

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Schiff Thailand
Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

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Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

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Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

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Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

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Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

Katz
Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Giorgia Meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

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Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

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Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

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Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

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Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

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Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

tel aviv
Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

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a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

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Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

ölpreis
Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

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TASK
Recraft the story in

Simon Binz

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

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Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

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Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

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Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

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Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

teheran
Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

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Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Giorgia Meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

Touristen
Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

teheran
Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

smi börse
Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

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Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

tel aviv
Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

a
a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

hormus
Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

ölpreis
Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

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Simon Binz

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Schiff Thailand
Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

iran
Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

hisbollah
Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

trump
Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

teheran
Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

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Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Giorgia Meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

Touristen
Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

teheran
Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

smi börse
Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

irans führer
Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

tel aviv
Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

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a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

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Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

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Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

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Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Schiff Thailand
Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

iran
Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

hisbollah
Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

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Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

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Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

Katz
Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

Touristen
Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

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Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

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Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

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Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

tel aviv
Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

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a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

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Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

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Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

unless the outlet is itself the subject of the story and independently verified.
– Use neutral attribution instead: “the official said,” “the minister said,” “police said,” “the court said,” “the spokesperson said.”

2) INLINE LINK LOCK FOR KEY FIGURES
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– If reliable sources vary, report a range and attribute it with links.

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Simon Binz

Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Schiff Thailand
Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem iranischen Projektil getroffen. – Royal Thai Navy

Das Wichtigste in Kürze

  • Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.

  • Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.

  • Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.

Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.

Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.

Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Augenzeugen melden heftige Angriffe Israels im Süden Beiruts

23.45: Israels Luftwaffe hat libanesischen Augenzeugen zufolge heftige Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten von Beirut geflogen. Demnach gab es mindestens sechs Luftangriffe. Die Menschen berichteten der Deutschen Presse-Agentur auch von lauten Explosionen, die in mehreren Vierteln der Stadt auch zu spüren gewesen seien. Gebäude und Fenster hätten gezittert. Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, sie habe «eine grossangelegte Angriffswelle» auf Stellungen der Hisbollah-Miliz in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt begonnen.

Anwohner Beiruts berichteten auch von schwarzem Rauch, der über weiten Teilen der als Dahija bekannten Vororte aufgestiegen sei sowie von starkem Rauchgeruch auch in anderen Teilen der Stadt. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende

23.30: Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien «feste internationale Garantien» für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte ausserdem Reparationszahlungen, zudem müssten die «legitimen Rechte des Irans» anerkannt werden.

Berichte: USA griffen Schule im Iran wegen falscher Daten an

22.02: Für den Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit mutmasslich mehr als 170 Toten sind Medienberichten zufolge US-Streitkräfte verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen der eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

iran
Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sind mindestens 170 Personen getötet worden. – keystone

Bei dem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die US-Regierung kündigte daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls an. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst behauptet, der Iran stehe hinter der Attacke.

CNN: Schulhof auf Satellitenbildern zu erkennen

Der «New York Times» zufolge erstellten Beamte des US-Zentralkommandos die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.

Wie CNN berichtete, zeigen Satellitendaten von 2013, dass die Schule und der Stützpunkt der Revolutionsgarden auf demselben Gelände gewesen seien. Bereits auf Aufnahmen von 2016 sei jedoch ein Zaun zwischen den beiden Anwesen zu erkennen. Auf Bildern von Ende 2025 ist demnach zu erkennen, wie sich Menschen auf dem Schulhof befinden und «offensichtlich spielen».

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten

21.35: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region verurteilt. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text.

Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.

Hisbollah feuert Dutzende Raketen auf Nordisrael

21.08: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend israelischen Armeeangaben zufolge Dutzende Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das Militär meldete Einschläge. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, eine Frau sowie ein Mann seien leicht verletzt worden. Der israelische Sender Channel 12 sowie die «Times of Israel» berichteten, die Hisbollah habe rund 100 Raketen abgefeuert.

hisbollah
Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. – keystone

Die «Times of Israel» sprach vom «grössten Hisbollah-Angriff auf Israel» seit Anfang des Monats, als die Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei nach einer langen Kampfpause wieder Raketenangriffe auf Israel begann.

Der US-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute israelische Quellen berichtet, dass sich Israel auf eine Ausweitung der Angriffe aus dem Iran und der Hisbollah in der Nacht vorbereite. Auch «Channel 12» meldete, der Raketenbeschuss aus dem Iran und von der Hisbollah werde in der Nacht heftiger ausfallen.

Israels Armee meldete am Abend zugleich, sie habe eine neue «grossangelegte Angriffswelle» auf Ziele der Hisbollah in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Das Militär hatte zuvor Anwohner dort zur Flucht aufgefordert.

Rumänien erlaubt Stationierung von mehr US-Rüstungsgütern

20.15: Die USA dürfen demnächst rumänische Militärstützpunkte verstärkt nutzen, vor allem für die Stationierung von Flugzeugen zur Betankung von Kampfjets in der Luft sowie von Radaranlagen und Ausrüstung zur Kommunikation per Satellit. Rumäniens oberster Verteidigungsrat sowie das Parlament billigten entsprechende Pläne der USA.

Iran droht bei Angriffen auf Häfen mit Gegenschlägen

19.30: Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor massiven Vergeltungsschlägen, falls Häfen des Landes angegriffen werden.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahe steht: Sollte die amerikanische Drohung gegen Irans Häfen in die Tat umgesetzt werden, werde kein Hafen, Wirtschaftszentrum oder Ort im Persischen Golf sicher sein. Sie wären dann legitime Ziele der Streitkräfte.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. – keystone

Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) hatte zuvor die Zivilbevölkerung gewarnt, dass der Iran zivile Häfen entlang der Strasse von Hormus für militärische Operationen nutze.

Diese gefährdeten den internationalen Schiffsverkehr und das Leben unschuldiger Menschen. Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren Centcom zufolge ihren Schutzstatus und werden nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen.

G7 will Schifffahrt durch Strasse von Hormus absichern

19.04: Die G7-Staaten wollen die Strasse von Hormus wieder für die Handelsschifffahrt befahrbar machen, indem sie Öltanker und Frachtschiffe von Kriegsschiffen begleiten lassen.

Um solche Eskorten zu gewährleisten, sei die Koordination mehrerer Marinen und eine mehrwöchige Vorarbeit nötig, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, nach einer von ihm geleiteten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs.

«Die Voraussetzungen dafür sind derzeit nicht gegeben. Die Meerenge ist ein Kriegsschauplatz, aber diese Arbeit muss organisiert werden. Das haben wir vorgeschlagen, parallel dazu eine Zusammenarbeit mit Reedereien, Transportunternehmen und Versicherern.» Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Terrorismus-Verdacht nach Explosion an US-Botschaft in Oslo

18.52: Die norwegische Polizei hat nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo drei Tatverdächtige festgenommen. Wie der leitende Ermittler Christian Hatlo laut dem Sender NRK sagte, stehen die Männer unter dem Verdacht, eine terroristische Straftat begangen zu haben. In der Nacht zum Sonntag hatte sich an einem der Eingänge zur US-amerikanischen Botschaft in der norwegischen Hauptstadt eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand.

Bei den drei Verdächtigen handelt es sich um Brüder im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, sagte Halto laut NRK. Sie seien demnach norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund und der Polizei zuvor nicht bekannt gewesen.

Iran verurteilt neue EU‐Sanktionen

18.06: Das iranische Aussenministerium hat neue EU-Sanktionen scharf kritisiert und sie als «unmoralisch und völlig rechtswidrig» bezeichnet.

Aussenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäss Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe.

Baghaei sprach von einer «brutalen und rechtswidrigen Aggression» durch die USA und Israel.

Iran
Die EU begründete die neuen Sanktionen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran. – keystone

Die EU begründete die neuen Strafmassnahmen mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Betroffen sind nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung.

Die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich solle ein Signal gesetzt werden, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

Ministerium: Erneut Dutzende Tote im Libanon

18.44: Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.

64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt.

Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden.

Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.

Trump über Iran: Gibt «praktisch nichts mehr» zum Angreifen

17.33: Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon «bald» enden.

Es gebe «praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte», zitierte ihn das US-Nachrichtenportal «Axios» nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage:

«Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

trump
Trump zeigt sich optimistisch im Hinblick auf ein schnelles Ende de Krieges. – keystone

Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht – und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet.

«Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äusserungen damals scharf. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

Israel: Hälfte aller iranischen Angriffe mit Streumunition

16.28: Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt. Das bestätigte Israels Militär auf Anfrage.

Ukraine Krieg Charkiw Streumunition
Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. (Symbolbild) – keystone

Streumunition überzieht grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten. Weder Iran noch Israel haben die Streumunitionskonvention unterschrieben, die ihre Verwendung untersagt.

Zuletzt hatte Teheran den Einsatz von Gefechtsköpfen mit Streumunition auch selbst bestätigt.

Macron fordert Ende der Gewaltspirale im Libanon

16.17: Angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert.

«Die gefährliche Spirale, die wir derzeit im Libanon beobachten», müsse beendet werden, sagte Macron beim Empfang des neuen niederländischen Premierministers Rob Jetten in Paris.

«Und ich möchte erneut betonen, wie sehr wir unseren Partnern zur Seite stehen. Allen voran dem Libanon, der im Interesse seiner Sicherheit und Souveränität äusserst klare Botschaften an die Hisbollah gerichtet hat.»

Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut ein Ende des Schlagabtauschs im Libanon gefordert. – keystone

«Die Hisbollah muss ihre Angriffe vom Libanon aus auf Israel einstellen und ihre Waffen an die libanesischen Streitkräfte übergeben», hatte Macron zuvor auf der Plattform X erklärt.

«Israel muss die Souveränität des Libanon respektieren und Zurückhaltung üben.» Israelis und Libanesen hätten das gleiche Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.

«Das Völkerrecht zu achten bedeutet, die Zivilbevölkerung zu schützen», sagte Macron. «Die Lage von Hunderttausenden Vertriebenen im Libanon gibt Anlass zu grosser Sorge.» Frankreich liefere 60 Tonnen Nothilfe für diese Menschen in den Libanon.

Rund 1950 Schweizerinnen und Schweizer noch bei EDA-App registriert

15.47: Die Zahl der Schweizer Reisenden, die nach der US-amerikanisch-israelischen Offensive gegen den Iran über die Travel-Admin-App registriert sind, ist gesunken.

Laut den neuesten Angaben des Bundes vom Mittwochnachmittag waren noch gut 1950 Personen eingetragen. Am Montag waren es noch insgesamt Schweizer 2700 Reisende gewesen.

EDA
Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten. – Screenshot

Am meisten Schweizer Staatsangehörige befanden sich mit 1100 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie der App am Mittwochnachmittag zu entnehmen war.

200 der registrierten Personen waren in Katar und 250 in Oman. In Israel waren 140 Personen registriert.

Über die Travel-Admin-App Registrierte wünschen Hilfe bei der Ausreise aus dem Nahen Osten.

USA: Am Dienstag fast stündlich Angriffswellen auf den Iran

14.54: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. «Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran», sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass «heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein» werde.

teheran
Rauch steigt nach einem Luftangriff im Zentrum von Teheran, Iran, am 3. März 2026 auf. – keystone

Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten. Auch das letzte von insgesamt vier Kriegsschiffen der Soleimani-Klasse sei ausgeschaltet worden. Dabei handelt es sich um ein relativ modernes Kampfschiff der iranischen Revolutionsgarden. Der Katamaran ist nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt.

Wegen Repressionen: EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

14.46: Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Kriegs die Verantwortlichen für die Repressionen im Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass die Zukunft des Iran nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17.000 beziffert. «Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Strasse, um eine bessere Zukunft zu fordern», sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Kaja Kallas
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas. (Archivbild) – keystone

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen im Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden.

Zuletzt waren rund 250 Personen und 50 Einrichtungen von den Sanktionen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments.

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

14.01: Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen, wie im spanischen Amtsblatt mitgeteilt wurde.

Die Diplomatin war schon im September vergangenen Jahres zu Konsultationen nach Madrid zurückgerufen worden, nachdem Israels Aussenminister Gideon Saar Spanien eine anti-israelische und antisemitische Kampagne vorgeworfen hatte.

Pedro Sanchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez. – Keystone

Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.

Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kritisiert Sánchez als Bruch des Völkerrechts.

Israel wiederum hatte seine Botschafterin Rodica Radian-Gordon schon im November 2023 zu Konsultationen nach Jerusalem zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant.

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

13.55: Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. «Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist», sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

Katz sprach demnach von «sehr beeindruckenden Erfolgen im Angriff und in der Verteidigung» in enger Zusammenarbeit mit den USA. Die überlebende iranische Führung fliehe «wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen».

Katz
Israels Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild) – keystone

Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien «voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen». Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die iranische Führung bezeichnete er als «Gruppe von Feiglingen, die auf Frauen, Kinder und ältere Menschen auf den Strassen einschüchternd wirken, spezialisiert auf Massaker und die Tötung von Zivilisten».

Man werde weiter angreifen, um den Machtapparat «in Teheran und im ganzen Iran Tag für Tag, Ziel für Ziel» zu zerschlagen. Dies solle es dem iranischen Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

13.51: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten. Das sei die grösste Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. «Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt auf.»

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Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. (Symbolbild) – keystone

400 Millionen Barrel (je 159 Liter) entsprächen 54 Millionen Tonnen, sagte Reiche. Deutschland wolle 2,64 Millionen Tonnen freigeben, das entspreche 19,51 Millionen Barrel. Man komme der Bitte der IEA nach, erklärte sie. Deutschland stehe hinter dem wichtigsten Grundsatz der Organisation, der gegenseitigen Solidarität.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch zum Erliegen gekommen. Deutschland selbst bezieht nur einen geringen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten.

Iran: Kein Tropfen Öl wird durch Strasse von Hormus fliessen

13.42: Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Strasse von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

«Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Strasse von Hormus transportiert wird», sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.

Ein Containerschiff
Ein Containerschiff fährt durch die Strasse von Hormus, aufgenommen von Ras Al Khaimah, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Juni 2025. – keystone

«Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt», drohte der Militärsprecher weiter. «Und sie werden wieder und wieder brennen.»

An die USA gerichtet sagte der Militärsprecher: «Ihr solltet wissen, dass ihr den Öl- und Energiepreis nicht künstlich niedrig halten könnt. (…) Rechnet mit einem Preis von 200 Dollar pro Barrel, denn der Ölpreis hängt von der Sicherheit der Region ab – und ihr seid die Quelle dieser Unsicherheit», sagte er.

Iran attackiert gezielt Frachtschiffe

13:30: Die Strasse von Hormuz ist brandgefährlich: Am Mittwoch hat der Iran bereits drei Frachtschiffe angegriffen.

Den schwersten Angriff musste eine thailändisches Schiff einstecken. Nach einem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Marine Omans hat 20 Besatzungsmitglieder gerettet und ist laut thailändischen Behörden dabei, die übrigen drei zu retten.

Thai Schiff
Ein Schiff der thailändischen Marine wurde in der Strasse von Hormuz angegriffen. – Royal Thai Navy

Einige Stunden zuvor hatte das Schiff den Hafen Khalifa in den Vereinigten Arabischen Emiraten verlassen.

Thai Schiff
Nach dem Angriff ist ein Feuer an Bord ausgebrochen. – Royal Thai Navy

Damit nicht genug: Ein unter japanischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens One Majesty hat nach einem Angriff am Mittwoch ein 10 Zentimeter grosses Loch davongetragen und ist nun auf dem Weg in sicheres Gewässer. Das berichtet CNN.

Ein drittes Schiff namens Star Gwyneth, wurde demnach ebenfalls von einem Projektil getroffen, konnte sich aber selbständig in Sicherheit bringen.

Italien schickt Fregatte nach Zypern

13.07: Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens «Federico Martinengo» ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger «Charles De Gaulle» geleitet wird.

Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen. Die Insel ist der EUStaat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Giorgia Meloni
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (Archivbild) – keystone

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekräftigte vor dem Senat in Rom, dass sich ihr Land an den israelisch-amerikanischen Angriffen gegen den Iran nicht beteiligen werde.

Bislang gebe es aus den USA auch keine Bitten, die amerikanischen Stützpunkte in Italien nutzen zu dürfen. Der Einsatz bewege sich «ausserhalb des Völkerrechts», sagte die Regierungschefin. Zugleich warnte sie vor dem «Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung».

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

12.24: Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter.

Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen.

Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des grossen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen.

Touristen
Der Krieg im Iran trifft auch die Vereinigten Arabischen Emirate wie Dubai. (Archivbild) – keystone

Dem Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge zielten bisher etwa ein Drittel der iranischen Drohnenangriffe in Saudi-Arabien auf Ölanlagen im Osten.

Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman teilten ebenfalls mit, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur im Oman berichtete, eine Drohne sei abgeschossen worden und eine weitere sei ins Meer gestürzt.

Ölpreise legen mit Sorge um Strasse von Hormus stark zu

12.10: Die Ölpreise sind am Mittwoch mit der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf gestiegen.

Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 92,31 US-Dollar gezahlt und damit über fünf Prozent mehr als am Vortag.

Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, ist damit vorerst gestoppt.

Mit dem Iran-Krieg ist der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen.

Ölpreise
Die Ölpreise sind am Mittwoch wieder gestiegen. (Symboldbild) – keystone

Zuletzt haben Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert.

Zudem wird auch die Durchfahrt des Persischen Golfs zu einem immer grösseren Risiko. Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt am Mittwoch.

Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

11.57: In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Regierungsanhänger zu einer grossen Trauerzeremonie für die im Krieg getöteten Kommandeure zusammengekommen.

Auf dem zentralen Revolutionsplatz versammelten sich Menschenmassen, wie Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran.

teheran
Trauernde nehmen am Mittwoch, dem 11. März 2026, in Teheran, Iran, an der Trauerfeier für hochrangige iranische Militärs teil, die während der US-amerikanisch-israelischen Militäraktion ums Leben gekommen sind. – keystone

Auf den Strassen im Zentrum Teherans versammelten sich Anhänger der Staatsführung um einen Sattelschlepper, der die Särge der getöteten Militärführer durch die Stadt fährt. Fahrten mit der U-Bahn in der Millionenstadt Teheran waren angesichts der Trauerfeiern auf Anordnung der Regierung heute kostenlos.

Amir Hatami, Oberbefehlshaber der regulären Armee, würdigte die Toten in einer Stellungnahme. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut die Würde und Ehre des islamischen Irans verteidigen», sagte der Generalmajor laut der Nachrichtenagentur Fars.

Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

11.48: Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Dies berichten mehrer deutsche Medien übereinstimmend.

Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Benzinpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

Schweizer Aktien erneut schwach – Erholung abgeblasen

10.44: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

smi börse
Ein Mann betrachtet Börsenkurse. (Symbolbild) – keystone

Der SMI fällt bis um 10.00 Uhr um 1,28 Prozent auf 12’898 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 1,48 Prozent und der breite SPI um 1,22 Prozent.

Auch an aneren wichtigen europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

10.17: Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hiess es in einer Mitteilung.

Angriffe Beirut
Angriffe auf die Hauptstadt Beirut am Freitag, 6. März. – keystone

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen

10.00: Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser «illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg» habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

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Eine Rauchwolke steigt nach einem Angriff in Teheran, Iran, am Montag, dem 2. März 2026, auf. – keystone

«Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmassnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten», hiess es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. «Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten», hiess es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

Rätseln um Irans obersten Führer – wo ist Chamenei junior?

9.27: Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.

In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äussern werde, hiess es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.

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Modschtaba Chamenei ist der neue oberste Führer des Irans. (Archivbild) – keystone

Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der «New York Times» wurde der neue iranische Religionsführer verwundet. Er soll Verletzungen an seinen Beinen erlitten haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf drei iranische Funktionäre. Überprüfen lässt sich der Bericht aktuell nicht.

Auch die Regierung, darunter Präsident Massud Peseschkian, soll Medienberichten zufolge aktuell keinen Kontakt zum neuen Staatsoberhaupt haben. «Die Minister der Regierung haben keine Nachrichten von ihm und soweit ich weiss, hatte Herr Peseschkian selbst keinen Kontakt», sagte eine hochrangige Quelle in der Regierung dem gut informierten Exilportal «Iranwire». Im Kabinett herrsche grosse Verwirrung. Die mächtigen Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, arbeiten dem Bericht zufolge jedoch mit «mit grosser Koordination.»

Zwei Drohnen schlagen in der Nähe von Flughafen Dubai ein

09.18: Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten melden, dass vor kurzem zwei Drohnen in der Nähe des Flughafen Dubai abgestürzt sind. Das schreibt das Dubai Media Office auf X.

Dubai Media Office X
Der Post des Dubai Media Office auf X. – X: @DXBMediaOffice

Dabei seien zwei ghanaische Staatsangehörige und ein bangladeschischer Staatsangehöriger leicht und ein indischer Staatsangehöriger mittelschwer verletzt wurden. Der Flugverkehr laufe normal weiter.

Serie nächtlicher Raketenangriffe Irans auf Israel

8.59: Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt. Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Grossraum Tel Aviv zu Raketenalarm.

«Ich habe fast kein Auge zugemacht», berichtete ein Einwohner der Küstenmetropole. Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

tel aviv
Das israelische Luftabwehrsystem fängt Geschosse über Tel Aviv, Israel, am 3. März 2026 ab. – keystone

Die israelische Armee teilte derweil mit, am Montag sei ein Drohnenteam im Westen des Irans von der israelischen Luftwaffe «ausgeschaltet» worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär sei rund um die Uhr im Einsatz, um die iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zu zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet zu verringern.

Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab

08.15: Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hiess es am Rande des Besuchs von Aussenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.

Der Bundesaussenminister war am Vorabend auf seiner Reise durch die vom Iran-Krieg betroffenen Länder in Nahost und der Golfregion aus Israel kommend zu einem nicht angekündigten Besuch im Golf-Königreich Saudi-Arabien eingetroffen.

Johann Wadephul
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul. (Archivbild) – keystone

Das Personal des Generalkonsulats in Erbil hat den Irak gestern verlassen. Wadephul habe über den vorübergehenden Abzug mit Blick auf die Gefahreneinschätzung vor Ort zum Schutz des Personals entschieden. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet, hiess es weiter.

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag ausser Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht.

Neuer Ayatollah Modschtaba Chamenei verletzt

08.07: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, ist laut iranischen Medienberichten bei einem Angriff verletzt worden. Sein Zustand sei jedoch stabil. Das erklärte der Sohn des iranischen Präsidenten am Mittwoch auf seinem Telegram-Konto.

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a – keystone

«Ich habe die Nachrichten gehört, dass Herr Mojtaba Khamenei verletzt worden sei. Ich habe Freunde mit Verbindungen gefragt. Sie sagten mir, dass er Gott sei Dank wohlauf sei». Das schrieb Yousef Pezeshkian, der auch als Berater der Regierung tätig ist.

Chamenei soll bei jenem Angriff verletzt worden sein, bei dem sein Vater am ersten Tag der israelisch-amerikanischen Offensive am 28. Februar ums Leben kam. Wie schwer die Verletzungen sind, ist unklar. Öffentlich aufgetreten ist er seitdem nicht mehr.

Containerschiff in Strasse von Hormus von «Geschoss» getroffen

07.43: Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmasslichen Angriff des Irans getroffen worden.

Ein «unbekanntes Geschoss» habe an der Einfahrt zur Strasse von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

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Hier soll sich die Attacke ereignet haben – X: @sentdefender

Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Strasse von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gebracht.

US-Präsident Donald Trump hat angeboten, Tanker von der US-Marine durch die Strasse von Hormus eskortieren zu lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch kein solches Geleit.

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

03.41: Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. «Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Strassen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln», sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. «Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug.»

Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an

02.12: Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung «The Times of Israel» berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Krieg im Iran lässt Benzinpreise in USA deutlich steigen

01.30: Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des von ihrer Regierung geführten Krieges im Iran deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte.

Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag (Ortszeit) um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mitteilte. Das ist ein Anstieg von fast 19 Prozent. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.

Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an

00.45: Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.

USA zerstören 16 Minenleger in Hormus-Nähe

00.27: Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Strasse von Hormus zerstört.

Zuvor hatte Trump dem Teheran mit Vergeltung gedroht, sollten «aus irgendeinem Grund Minen» ausgelegt worden sein. Er sprach von «militärischen Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmass».

Iran-Krieg
Donald Trump drohte Iran mit heftigen Konsequenzen, sollten sie die Strasse von Hormus verminen. – Keystone

Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen.

Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte von Minen in der Wasserstrasse verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

23.36: Der israelische Ministerpräsident hat sich in einer Botschaft direkt an das iranische Volk gewandt und angekündigt, den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen. In einem Post Netanjahus auf der Plattform X hiess es, Israel werde gemeinsam mit den USA «mit wachsender Stärke gegen die Tyrannen vorgehen», die das iranische Volk seit Jahrzehnten unterdrückten.

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen». «Die Ajatollahs und ihre Handlanger sind auf der Flucht – doch diese Feiglinge haben keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Benjamin Netanjahu
Israels Premier Benjamin Netanjahu ruft einmal mehr die Iraner zum Sturz ihrer Regierung auf. – keystone

Israel und die USA führten «einen historischen Krieg für die Freiheit», hiess es weiter. «Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ayatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen.» Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, «und die Hilfe ist angekommen».

UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Libanon

22.55: Vor dem Hintergrund des Kriegs im Nahen Osten kommt der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Libanon zusammen. Das mächtigste Gremium der UN soll unter US-amerikanischem Vorsitz ab 15.00 Uhr MEZ in New York tagen. Der Rat soll auch über einen von Bahrain im Namen der Länder des Golfkooperationsrates eingebrachten Resolutionsentwurf abstimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen.

Libanon: Fast 760’000 Vertriebene durch Israels Angriffe

22.31: Im Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760’000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122’000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit.

580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500’000 Vertriebene hinzu.

USA: Noch kein Schiff durch Strasse von Hormus eskortiert

22.11: Die USA haben bislang keine Tanker durch die für den Schiffsverkehr wichtige, aber durch den Iran-Krieg weitgehend blockierte Strasse von Hormus eskortiert. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstagmittag (US-Ortszeit), sie könne bestätigen, dass die US-Marine derzeit keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiere.

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Die Meerenge von Hormus steht im Iran-Krieg im Zentrum. – keystone

Für Verwirrung hatte laut Medien kurzzeitig eine Äusserung des US-Energieministers Chris Wright gesorgt, wonach es bereits eine Eskorte gegeben habe. Laut Leavitt wurde sein Beitrag auf einer sozialen Plattform schnell wieder gelöscht. Warum der Post überhaupt abgesetzt worden war, blieb zunächst unklar.

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