Die irische 1.500-Meter-Europameisterin Ciara Mageean ist im Alter von nur 34 Jahren an den Folgen einer schweren Krebserkrankung gestorben. Wie über ihre sozialen Netzwerke mitgeteilt wurde, erlag die Athletin am Sonntag, dem 1. November, im Kreis ihrer engsten Angehörigen einer Krebserkrankung.
Mageean hatte im Vorjahr ihre Krebserkrankung bekanntgemacht und im Mai ihre Diagnose als Darmkrebs im vierten Stadium öffentlich gemacht. Am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr verlor sie ihren Kampf gegen die Krankheit, umgeben von ihren Liebsten. Die Familie würdigte sie als geliebte Tochter, Schwester, Ehefrau, Freundin und Inspiration. Sie war von ihren Liebsten umgeben. Die Mitteilung endete mit einem traditionellen irischen Abschiedsgruß, der übersetzt bedeutet: Möge ihre Seele zur Rechten Gottes ruhen.
Eine historische Karriere auf der Mittelstrecke
Über 15 Jahre lang vertrat Mageean Irland auf internationaler Ebene und prägte den irischen Laufsport nachhaltig, während sie sich zu einer der erfolgreichsten Mittelstreckenläuferinnen ihres Landes entwickelte. Ihren größten Triumph feierte sie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2024 in Rom, wo sie die Goldmedaille über 1.500 Meter gewann. Damit schrieb sie irische Sportgeschichte, da seit 1998 kein Athlet aus Irland mehr einen individuellen Europameistertitel in der Leichtathletik errungen hatte. Ihr Weg zum Europameistertitel dauerte viele Jahre, in denen sie auf höchstem internationalen Niveau konkurrenzfähig blieb und ihren größten Erfolg erst nach zahlreichen Meisterschaftsteilnahmen erreichte.
„Wir sind untröstlich“ – Europameisterin Ciara Mageean stirbt mit 34 Jahren"Von Reinhold Ihlehttps://t.co/Aa00JCECfFwarum so aufällig viele in europa siedelnde europäer (zudem deutlich häufiger frauen/mädchen als männer/jungs)?? pic.twitter.com/u4frkRBE0H”
Ihre Medaillenserie bei Europameisterschaften begann im Jahr 2016 in Amsterdam mit einer Bronzemedaille über 1.500 Meter. Es folgte 2022 die Silbermedaille, ehe sie in Rom mit dem Sprung auf die oberste Stufe des Siegerpodests ihren kompletten EM-Medaillensatz vervollständigte; innerhalb von acht Jahren sammelte sie so den kompletten EM-Medaillensatz über 1.500 Meter, was eine beeindruckende Bilanz darstellt, die ihre Ausdauer und sportliche Beständigkeit unterstreicht. Zudem stellte sie nationale Freiluftrekorde auf vier Mittelstreckendistanzen auf, darunter besonders bemerkenswert über 800 Meter mit einer Leistung von 1:58,51 Minuten, gefolgt von 2:31,06 Minuten über 1.000 Meter, 3:55,87 Minuten über 1.500 Meter sowie einer Meile in 4:14,58 Minuten.
Das Vermächtnis im irischen Sport
Der frühe Tod der Ausnahmesportlerin hinterlässt eine große Lücke bei Wegbegleitern, Fans und der gesamten irischen Leichtathletikgemeinschaft. Welcher Rahmen für offizielle Gedenkfeiern zur Würdigung ihrer sportlichen Verdienste und Rekorde in den kommenden Wochen geplant ist, blieb zunächst offen.
