Die chinesische Regierung hat signalisiert, dass sie Unternehmen wie die Alibaba Group Holding Limited und die ByteDance Limited den Kauf der neuen RTX Pro 5500-Chips von Nvidia gestatten könnte. Dies geht aus einem Bericht von The Information hervor, wie Investing.com meldet.
Demnach hat das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie inländische Unternehmen dazu aufgefordert, die geplante Stückzahl sowie den Verwendungszweck für den RTX Pro 5500 zu melden. Beobachter werten diesen Schritt als Signal für die Absicht, die Transaktionen zu genehmigen.
Technische Daten und Hintergründe zum RTX Pro 5500
Die im Laufe dieses Monats auf den Markt gebrachte professionelle Workstation-GPU gehört zur Blackwell-Generation und trägt die Bezeichnung RTX Pro 5500. Informationen von TechPowerUp zufolge verfügt die Grafikkarte über 84 GB GDDR7-Speicher sowie 21.760 CUDA-Kerne und weist einen Startpreis von über 6.000 US-Dollar auf.
Ein wesentlicher Faktor für die mögliche Genehmigung ist, dass der Chip nicht in die Kategorie der Rechenzentrumsbeschleuniger fällt. Letztere waren seit Oktober 2022 das Hauptziel mehrerer Runden von US-Exportkontrollen. Dieser Umstand könnte Peking einen größeren regulatorischen Spielraum verschaffen, die Käufe zu erlauben, ohne neue Spannungen mit Washington zu provozieren.
Zusammenhang mit dem Xi-Trump-Gipfel
Die aktuelle Entwicklung folgt auf den Xi-Trump-Gipfel der vergangenen Woche in Washington. Bei diesem Treffen blieben Chip-Exportkontrollen in den offiziellen Verlautbarungen beider Regierungen auffallend unerwähnt.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte gegenüber CNBC, dass Exportkontrollen, welche als Fragen der nationalen Sicherheit gelten, bei den Handelsgesprächen vom Tisch genommen
wurden. Laut Angaben der South China Morning Post fehlten die Exportkontrollen zudem in der Erklärung des chinesischen Außenministeriums, die sich auf die acht Ergebnisse des Gipfels bezog.